Mobile-Steuerberatung

Jared Daum
Waldallee 13
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Anwendung der Öffnungsklausel bei Bezug von AHV-Rente und Zahlungen aus dem Obligatorium der Pensionskasse


Beachten Sie bitte die Tabellen ganz unten. Mit dieser
können Sie berechnen ob die Öffnungsklausel und ggf.

in Welche Höhe diese bei Ihnen zu Anwendung kommt.  

Sie können/sollten auch für bereits seit Jahren laufende Renten
prüfen ob die Öffnungsklausel in Frage kommt und diese
dann ggf. zu Ihrem Vorteil nutzten. 

 

Wenn Sie vor dem 01.01.2005 in der Schweiz angefangen haben und
vor dem 01.01.2005 mindestens 10 Jahre in der Schweiz

gearbeitet haben könnte die steuerliche vorteilhfafte sogenannte „Öffnungsklausel“ bei Ihnen Anwendung finden.

Das ist immer dann der Fall, wenn die Summer der Einzahlungen (Arbeitgeber u. Arbeitnehmer) in die Pensionskasse
(nur die Obligatorische Beiträge) und AHV-Beiträge in mindestens 10 Jahren höher war als der Höchstbetrag den 
Sie davon in Deutschland maximal (fiktiv) von der Steuer hätten absetzen können. Dadurch soll eine (Doppel-) Versteuerung von Auszahlungen vermieden werden, die Sie vorher nicht steuerlich absetzen konnten.
 

Problem ist auch hier in der Regel die Beschaffung der Daten (höhe der Einzahlungen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers nur in den obligatorischen Teil der Pensionskasse).

Da diese häufig nicht beschafft werden können müssen Sie überschlägig rechnerisch aus den Beiträgen zur AHV abgeleitet werden (vergl. dazu unten die Open Office Tabelle i „2022 Öffnungsklausel“).

Besser ist es wenn die Pensionskasse die entsprechenden Daten zur Verfügung stellen kann. In diesem Fall kann die Tabelle „2017 Öffnungsklausel Nachweis"  verwendet werden.

Öffnen Sie die Tabelle nicht mit Excel sondern nur direkt mit Open Office. Open Office können Sie kostenlos im Internet herunterladen.
Mit dieser Software arbeitet auch die Finanzverwaltung. 

Wenn die Öffnungsklausel für Sie in Frage kommt rufen Sie daher bei der AHV an und bestellen Sie dort einen
Versicherungsverlauf (Auflistung alle Einzahlungen) während Ihrer gesamten Tätigkeit bis zum Rentenbeginn in der Schweiz.

 

Wenn die Öffnungsklausel zur Anwendung kommt führt das dazu, dass ein Teil Ihre Rente aus dem Obligatorium der Pensionskasse und ggf. auch ein Teil der AHV-Rente statt mit dem höheren „Besteuerungsanteil“ 

https://www.steuertipps.de/lexikon/e/ertragsanteil-tabelle
mit dem deutlich geringeren „Ertragsanteil“

https://www.steuertipps.de/lexikon/e/ertragsanteil-tabelle

der Besteuerung unterworfen wird.
 

D.h. im Ergebnis, dass ein Teil der laufenden Rente fiktiv von eine obligatorischen Rente (hoher Besteuerungsanteil) in eine überobligatorische Rente (geringer Besteuerungsanteil) umqualifiziert wird.

Wenn Sie eine Einmalauszahlung aus der Pensionskasse (Obligatorium) erhalten und die Öffnungsklausel greift, ist die Einmalzahlungen in Höhe des Teils für den die Öffnungsklausel greift komplett steuerfrei.

 

Konnte der Steuerpflichtige in rentenrechtlich zulässiger Weise Nachzahlungen von Vorsorgebeiträgen für ein vorangegangenes
Kalenderjahr leisten, die jedoch erst im Zahlungsjahr rentenrechtlich wirksam werden, sind diese Beiträge im Rahmen der Öffnungsklausel
des § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb Satz 2 EStG als Beiträge für das Jahr zu berücksichtigen, für das sie zulässigerweise
geleistet wurden (BFH, Urteil v. 4.9.2019 - X R 43/17; veröffentlicht am 30.1.2020).

Alle hier gemachten Angaben inkl. der Tabellen erfolgen ohne
Gewähr für deren Korrektheit und Aktualität. Lassen Sie sich bitte
ggf. von einem Steuerberater beraten. 

In der Tabelle Öffungsklausel sind nur Eingaben auf der Seite zu machen,
die Sie beim Öffnen der Tabelle zuerst sehen und nur in die gelb hinterlegten Felder. In der Spalte "Beiträge DRV" sind sämgliche Arbeitgeber- und
Arbeigebereinzahlungen in die Deutsche Rentenversicherung oder
Ersatzversorgungswerke einzutragen. Das kommt für Jahre in 
Betracht in denen Sie sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland
gearbeitet und Beiträge geleistet haben. 


Die Bearbeitung kann nicht mit Excel erfolgen. 
Sie müssen sich dazu die OpenOffice Software herunterladen,
diese dann öffenen und dann die Tabelle aus dieser Software 
heraus öffnen. 

Inzwischen gibt es eine neuere Berechnungstabelle. 


Diese wird von der Finanzverwaltung (OFD-Karsruhe) leider als 
Herrschaftswissen beandelt und den Steuerbürgern und
deren Beratern nicht zur Verfügung gestellt. 

Die Unterstützung des Steuerbürgen bei der Wahrnehmung
seiner steuerlichen Rechte zu Lasten des Steueraufkommens
steht leider nicht auf dem Programm. Gleichzeitig erhöht sich 
durch dieses Verhalten der Verwaltungsaufwand bei den Finanzämtern. 

Ich kann nur empfehlen sich bei der Oberfinanzdirektion
Karlsruhe zu beschweren und die Veröffentlichung dieser
(und vieler anderer) Arbeitshilfe(n) zu fordern. Wer sich eine Öffnungsklausel ausdenkt muss dem Steuerbürger auch die Möglichkeit geben diese zu berechnen/nutzen. 

Die neuste (mir bekannte) Tabelle mit Rechtsstand 03/2020 
rechnet in einigen Fällen offenbar leicht günstigere Prozentsätze für 
die Öffnungsklausel aus. 

Sie sollten die Tabellen unten also nur verwenden um grob abschätzen
zu können ob die Öffnungsklausel für Sie in Frage kommen könnte
und die tatsächliche Berechnung dann vom Finanzamt durchführen lassen.

Wenn Sie nicht beim Finanzamt Lörrach sind sollten Sie darauf achten,

das ihr Finanzamt mit der neusten Version der Tabelle rechnet. 
Der Rechtsstand wird unten in der Tabelle ausgewiesen.

Falls die Berechnung Ihres Öffnungsklauselprozentsatzes noch auf
einer ältern Version der Tabelle beruht sollten Sie einen 
Neuberechnugn beim Finanzamt beantragen.


Das Berechnungsschema wurde in den letzten Jahren häufig 
geändert.  Letztlich handel es sich um ein Schätzung. 

2022 Öffnungsklausel Berechnung (nicht mehr aktuell !)
2022 Öffnungsklauselberechnung.ods
Open Office Spreadsheet [67.3 KB]
2017 Öffnungsklausel Nachweis
Öffnungsklausel_Obligatorium_nachgewiese[...]
Open Office Spreadsheet [50.4 KB]
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